Demografische Kennzahlen über Social Media Nutzer für Marketing-Fachkräfte

Um eine erfolgversprechende Social Media Strategie zu erstellen, müssen Unternehmen zuerst ihre Zielgruppe festlegen. Im zweiten Schritt muss eruiert werden, auf welchen Social Media Kanälen, sich die bestehenden und potentiellen Kunden aufhalten. Eine umfangreiche Recherche der wichtigsten Netzwerke und der Social Media Nutzer können Sie sich in Zukunft sparen. Alle aktuellen demografischen Daten hat die Social Media Management-Software SproutSocial in einer Infografik  übersichtlich zusammengestellt. Ich möchte nun den nächsten Schritt für sie gehen und Ihnen diese Daten genauer erläutern.

Demografische Kennzahlen über Social Media Nutzer für Marketing-Fachkräfte
Quelle: sproutsocial.com

Social Media Nutzer auf Facebook

Facebook ist und bleibt mit aktuell 1,39 Milliarden aktiven Nutzern das beliebteste und am meisten genutzte soziale Netzwerk, 29 Millionen sind es aktuell in Deutschland. Davon liken, kommentieren und teilen fast 1,2 Milliarden Menschen mobil über Facebook (Daten: Statista). Weil die soziale Plattform von Bildern und Videos lebt, ist sie besonders bei Frauen beliebt. 77 Prozent der Nutzer sind weiblich, 66 Prozent männlich. Was nicht überrascht ist das Alter der Nutzer. 87 Prozent sind zwischen 18 und 29 Jahren. Aber auch die ältere Generation zieht kräftig an. Die Silver Surfer über 65 sind bereits mit 56 Prozent vertreten. Das durchschnittliche Einkommen und der Bildungsabschluss der Nutzer ist ebenfalls überraschend. 72 Prozent verdienen rund 67.000 Euro jährlich. Der mit 74 Prozent häufigste Abschluss ist das Studium. Jeder, der bisher geglaubt hat, auf Facebook treiben sich nur Menschen herum, die Party- und Saufbilder oder Fotos von ihrem Essen und Katzen posten, sollte schnell umdenken. Eine gut verdienende und gebildete Zielgruppe wartet auf Facebook nur darauf, von informativen Inhalten erobert zu werden.

Social Media Nutzer auf Twitter

Twitter ist nach wie vor der Underdog unter den sozialen Netzwerken. 2015 kann der Microblogging-Dienst 302 Millionen User verzeichnen. Doch wer die Entwicklung der Nutzerzahlen beobachtet,  wird bemerken, dass diese sich in einem Höhenflug befinden. Gerade wenn Sie Websiten besitzen, die mit vielen aktuellen Inhalten glänzen können, sollten Sie das soziale Netzwerk mit seinen 140 Zeichen langen Botschaften in Betracht ziehen. Darüber hinaus zwitschern Männer offenbar lieber als Frauen. 24 Prozent Männer und 21 Prozent Frauen sind angemeldet, das Alter ist mit 37 Prozent zwischen 18 und 29 Jahren wie bei Facebook verhältnismäßig jung. Und auch hier können Sie eine hochgebildete und gut verdienende Zielgruppe für sich gewinnen. Jeweils 27 Prozent verdienen  zwischen 45.000 und 67.5000 und mehr.

Social Media Nutzer auf Instagram

Wie sieht es nun mit dem bildstarken Social Network Instagram aus, das immer beliebter wird. Die Nutzerzahlen zeichnen ein deutliches Bild. Die Tochter von Facebook konnte innerhalb von nur einem halben Jahr einen Sprung von 200 Millionen auf 300 Millionen Instagramer hinlegen. Das ist auch der Grund, warum Unternehmen mit einer jüngeren Zielgruppe der Bilderplattform mit dem relativ neuen Werbeangebot immer mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn die Nutzer sind mit Abstand jünger als 29 Jahre und überwiegend weiblich. Die meisten (31%) sind an einer Hochschule gewesen, 24 Prozent haben abgeschlossen. Das Einkommen unterscheidet sich nur durch einen Prozentpunkt von den Zahlen bei Twitter.

Social Media Nutzer auf Pinterest

Aber die Konkurrenz schläft nicht. Es gibt mit Pinterest noch eine weitere bebilderte Social Media-Tapete. Während Instagram einen Anstieg innerhalb eines Jahres von 64 Prozent verzeichnen konnte, verdoppelt Pinterest diese schon beeindruckende Zahl mit 111 Prozent. Ihr Unternehmen beschäftigt sich mit Mode (vor allem Brautmode), Essen oder Architektur? Dann wäre es schon fast sträflich, das Potential dieser sozialen Plattform nicht zu nutzen. Die Zielgruppe besteht mit großem Abstand zu 42 Prozent aus Frauen (13% Männer). Die Altersstruktur ist hier relativ ausgeglichen, wobei die jüngere Generation mit 34 Prozent ein wenig überwiegt und die ältere über 65 mit 17 Prozent nur gering vertreten ist. Die Zielgruppe dort verdient außerdem recht gut und hat einen hohen Hochschulabschluss.

Social Media Nutzer auf LinkedIn

LinkedIn war zuerst in den USA der große Renner unter den sozialen Netzwerken, doch eine große Welle hat es über den großen Teich bis zu uns geschwappt und mittlerweile sind viele Nutzer davon erfasst worden. 54 Prozent mehr User innerhalb eines Jahres sprechen für sich. Hier finden Sie sowohl Männer als auch Frauen, die zwischen 30 und 64 sind. Das Ziel auf LinkedIn ist es vor allem Kontakte zu knüpfen und nach neuen interessanten Jobs Ausschau zu halten. Deshalb sind die kontaktfreudigen Nutzer mit 44 Prozent sehr gut verdienend und mit 51 Prozent hoch gebildet. LinkedIn bietet sich daher für Ihr Unternehmen als Plattform zur Gewinnung von Fachkräften an.

Social Media Nutzer auf Xing

In der Infografik wurde die Karriereplattform Xing außen vor gelassen. Doch weil das soziale Netzwerk gerade im deutschsprachigen Raum etabliert ist und deshalb für Unternehmen mit Kunden im DACH-Gebiet interessant ist, möchte ich hierzu noch einige Worte verlieren. Xing erfreut sich mit steigenden Nutzerzahlen großer Beliebtheit. Aktuell loggen sich dort 15 Millionen User ein, um sich über Job, Geschäft und Fachthemen zu informieren. In der Premium-Funktion sehen nur 855.000 Vorteile, der Rest ist mit einem kostenlosen Account unterwegs. Außerdem ist die durchschnittliche Verweildauer von Xing mit 27 Minuten deutlich höher als die von LinkedIn mit 9,43 Minuten. Mein Tipp: Auch wenn LinkedIn neu und attraktiv ist, verzichten Sie deshalb nicht gänzlich auf den bewährten Kanal Xing, der zudem mit seinem jungen Tochterunternehmen Kununu eine tolle Plattform für Employer Branding bietet (s. „Employer Branding: Mitarbeiter als Markenbotschafter nutzen„)

Social Media Nutzer auf Google+

Wer fehlt denn noch in der Liste der unerlässlichen Social Media? Google+ haben viele nicht auf dem Schirm und nutzen es allenfalls neben Facebook als zusätzlichen Kanal, weil die Suchmaschinenoptimierung dadurch positiv beeinflusst wird. Außerdem nähren Gerüchte über das Ende des Social Network von Google die Bereitschaft, dass vernachlässigt +1 geklickt wird. Zwar geht eine Schätzung von WeAreSocial von 15 Millionen registrierten Nutzern aus, aber nur 3,1 Millionen sind wirklich aktiv. Solange aber noch nicht definitiv Schluss ist mit Google+ würde ich empfehlen, zumindest mit einem Profil und regelmäßigen Posts dort aufzutreten, zum einen wegen dem Vorteil der SEO und zum anderen wegen der informativen Beiträge, die man dort findet. Auch wenn es die Infografik nicht zeigt, es ist unter Social Media Kennern bekannt, dass der Google Social Media Dienst vor allem von einem gebildeten und gut verdienenden Klientel genutzt wird. Dieses ist laut dem Kuchendiagramm von SproutSocial zu 76 Prozent männlich. Und wer weiß, Totgesagte leben oft länger.

Wenn Sie noch weiterführende Fragen zu den sozialen Netzwerken haben, helfe ich Ihnen gerne weiter. Basierend auf den beschriebenen Kennzahlen schneidere ich für Sie eine passende Social Media-Strategie, mit der Sie bei Ihrer Zielgruppe die höchstmögliche Reichweite gewinnen.

Infografik: Demografische Kennzahlen über Social Media Nutzer

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