LinkedIn hat den Video-Feed nach nur sechs Monaten wieder eingestampft – und die Reaktionen sind gemischt.
Manche sehen es als Rückschritt, andere als längst überfällige Korrektur. Doch warum dieser schnelle Kurswechsel? Und vor allem: Wie sollten Sie jetzt mit Ihrem Video-Content auf LinkedIn umgehen?
Warum hat LinkedIn den Video-Feed gekippt?
Federico Sbandi bringt es auf den Punkt: LinkedIn ist nicht TikTok – und wird es auch nie sein. Während auf Instagram und TikTok der Erfolg von Kurzvideos unbestreitbar ist, hat LinkedIn eine andere DNA. Die Plattform lebt von professionellem Austausch, Thought Leadership und Networking – nicht von viralen Challenges oder kurzen Snack-Contents.
Der Video-Feed passte schlichtweg nicht zum Verhalten der LinkedIn-User. Viele Mitglieder fühlen sich wohler mit Text-Posts, Slideshows und klassischen Artikeln. Der Versuch, den TikTok-Style zu adaptieren, ist daher gescheitert – genau wie LinkedIn Stories zuvor.
Bereits 2020 wurde die „Stories“-Funktion eingeführt und nach kurzer Zeit wieder eingestellt, da sie bei den Nutzern nicht den gewünschten Anklang fand. Ähnlich verhält es sich nun mit dem Video-Feed: LinkedIn experimentiert mit verschiedenen Formaten, um herauszufinden, wie Video-Inhalte am effektivsten integriert werden können.
Was bedeutet das für Ihre Video-Strategie auf LinkedIn?
Die gute Nachricht: Video bleibt weiterhin ein starker Content-Treiber auf LinkedIn – nur anders. Laut LinkedIn-Experte Nathanial Bibby testet LinkedIn aktuell verschiedene Formate, um die bestmögliche Integration von Videos zu finden. Das bedeutet, dass Videos nach wie vor priorisiert werden und Nutzerverhalten sich nicht grundlegend verändert hat. Jetzt geht es darum, Videos strategisch in den regulären Feed zu integrieren. Hier die wichtigsten Empfehlungen:
✅ Video als Ergänzung zu Text
Ein reines Video ohne begleitenden Text wird oft übersehen. Kombinieren Sie Ihre Videos mit prägnanten Teasern im Text, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.
✅ Thumbnail und erste Sekunden optimieren
Die Aufmerksamkeitsspanne auf LinkedIn ist gering. Sorgen Sie dafür, dass die ersten drei Sekunden knallen – und nutzen ein aufmerksamkeitsstarkes Vorschaubild.
✅ Natives Video schlägt externe Links
Laden Sie Ihre Videos direkt auf LinkedIn hoch, anstatt auf YouTube oder Vimeo zu verlinken. Der LinkedIn-Algorithmus bevorzugt native Inhalte.
✅ Untertitel nicht vergessen
Viele Nutzer sehen Videos ohne Ton – also sorgen Sie für klare, gut lesbare Untertitel.
Was kommt als Nächstes auf LinkedIn?
Die Abschaffung des Video-Feeds zeigt vor allem eins: LinkedIn bleibt fokussiert auf seine Kernkompetenzen – Networking, Thought Leadership und fachliche Inhalte. Das bedeutet wahrscheinlich:
➡️ Mehr Fokus auf längere Formate
LinkedIn könnte künftig lange Artikel, Podcasts oder sogar Webinare prominenter platzieren.
➡️ KI-gestützte Inhalte
LinkedIn experimentiert bereits mit KI-gestützten Features – etwa für Content-Empfehlungen oder Post-Erstellung. Dieser Trend dürfte sich verstärken.
➡️ Event- und Gruppenformate ausbauen
Networking bleibt der Kern von LinkedIn – und Video könnte eine stärkere Rolle in Gruppen oder bei Live-Events spielen.
LinkedIn testet derzeit verschiedene Ansätze zur Integration von Video-Inhalten. Es ist wahrscheinlich, dass die Plattform weiterhin Wert auf hochwertige, professionelle Inhalte legt und weniger auf kurzlebige Trends setzt. Für Nutzer bedeutet das: Bleiben Sie flexibel und passen Sie Ihre Content-Strategie an die sich ändernden Gegebenheiten an.
Fazit: Video bleibt – aber anders
Die Entfernung des Video-Feeds ist kein Rückschlag, sondern eine Chance, Video-Inhalte gezielter und strategischer einzusetzen. LinkedIn bleibt eine Plattform für tiefgründige, authentische Inhalte – wer das versteht, wird auch ohne Video-Feed erfolgreich sein.
Fazit: Auch ohne dedizierten Video-Feed bleibt Video ein mächtiges Werkzeug auf LinkedIn. Durch strategische Anpassungen und qualitativ hochwertige Inhalte können Sie weiterhin erfolgreich mit Videos auf der Plattform agieren.
👉 Also: Jetzt die Video-Strategie anpassen und weitermachen!
Werden Sie den LinkedIn Video-Feed vermissen? Schreiben Sie es mir in die Kommentare!